Cybersecurity 2026 – die größten Bedrohungen für mittelständische Unternehmen

Jan, 22 2026
Cybersecurity 2026 – die größten Bedrohungen für mittelständische Unternehmen

Allein in Deutschland verursachten Cyberangriffe im Jahr 2025 einen Schaden von 289 Milliarden Euro. Dieser Trend wird sich auch 2026 abzeichnen. Wirtschaftliche Unsicherheit, steigende Kosten und zurückhaltende Investitionen prägen aktuell die Stimmung bei vielen deutschen Unternehmen. Investitionen in Cybersicherheit rücken dabei oft in den Hintergrund, um zu sparen.

 

Gespart wird jedoch hier oft an der falschen Stelle, denn Cyberkriminelle kennen keine Rezession. Reduzierte IT Budgets bieten Cyberkriminellen oft besonders gute Chancen, Angriffsflächen auszunutzten.

 

Auch 2026 wird Ransomware-as-a-Service einer der größten Bedrohungen bleiben. Bereits in den letzten Jahren hat sich Ransomware-as-a-Service als lukratives Geschäftsmodell etabliert, bei dem Kriminelle Schadsoftware als Software-as-a-Service Modell anderen Angreifern, sog. Affiliates, zur Verfügung stellen, und diese, oft ohne technische Vorkenntnisse, Angriffe im großen Stil durchführen.

 

Künstliche Intelligenz dient nicht nur im Büroalltag als Effizienzbooster – auch Cyberkriminelle verwenden KI-Tools, um gezielt eine breite Masse anzugreifen.

 

Autonome KI Agenten suchen selbstständig nach Schwachstellen, wählen geeignete Angriffspfade aus, und verbessern ihre Vorgehensweise sobald Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Diese sog. agentische KI führt Aufgaben weitestgehend ohne menschlichen Eingriff aus, besitzt somit einen sehr hohen Autonomiegrad, um Cyberangriffe extrem zu skalieren und mehrere Systeme oder Unternehmen hinweg gleichzeitig anzugreifen.

 

Komplexe Aufgaben können KI gestützt autonom in kürzester Zeit ausgeführt werden. Durch Maschinelles Lernen sowie Entscheidungslogik werden die Angriffe immer besser und effizienter. 

 

Beispielsweise können so Phishingangriffe mit nahezu perfekter Formulierung in Kombination mit Deepfake Stimmen und Videos täuschend echt als Einfallstor zur Kompromittierung eines ganzen Unternehmens oder einer kompletten Lieferkette genutzt werden. Der Mensch ist und bleibt dabei das größte Einfallstor.

 

Unsichere Cloud oder Hybrid Infrastrukturen werden auch 2026 große Bedrohungen darstellen. Die Cloud ist heutzutage Standard aber oftmals falsch konfiguriert oder zu wenig abgesichert. Insbesondere überpriviligierte Useraccounts, fehlende Zugriffskontrollen, mangelnde Transparenz in der Verwendung von Cloud-Anwendungen sowie fehlendes Bewusstsein im Umgang mit Cyberbedrohungen öffnen die Tore für Angreifer. 

 

Oft sind nicht die Cloud-Anbieter das Problem, sondern die fehlenden Sicherheitskonzepte aufgrund von Sparmaßnahmen der Unternehmen oder fehlender Sicherheitskompetenz von Entscheidern.

Ausblick für 2026: KI wird Cyberangriffe massiv hochskalieren und ein noch größeres Risiko für Unternehmen darstellen.

Fazit: Investitionen in Cybersecurity sollten auch im Jahr 2026 nicht als Kostenfaktor, sondern als Mittel zur Minimierung des Cybersicherheitsrisikos gesehen werden. Sicherheitskonzepte sollten ständig an moderne Bedrohungen angepasst werden. 100% Sicherheit wird es dabei nie geben. Ziel ist die Etablierung eines realistischen und wirksamen Sicherheitsniveaus, das die Zukunft des Unternehmens langfristig sichert. Cybersicherheit ist dabei kein einmaliger, sondern ein dauerhafter Prozess.

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