Verwendung von KI Tools im Büroalltag

Jan, 15 2026
Verwendung von KI Tools im Büroalltag

Mehr als jeder dritte Bürobeschäftigte in Deutschland nutzt täglich generative KI wie Copilot oder ChatGPT im Arbeitsalltag, sei es zur Generierung von Texten oder als Ersatz zur herkömmlichen Suchanfrage in Suchmaschinen.

 

Die entscheidende Frage ist also nicht, noch wie vor ein paar Jahren, ob KI im Unternehmen überhaupt genutzt wird, sondern wie KI Tools effizient und auch rechtskonform genutzt werden.

 

Für den Endanwender ist eine Tatsache von entscheidender Bedeutung: Jedes Sprachmodell ist wie ein eigenständiges, künstliches Gehirn, das nach eigenen Algorithmen mithilfe von Unmengen an Trainingsdaten trainiert und verbessert wird.

 

Ein einzelnes Sprachmodell ist ein sehr intelligenter, aber auch einseitig denkender Sparringspartner. Unterschiedliche Modelle trainieren mit unterschiedlichen Datenquellen und  Gewichtungen. Sie arbeiten mit unterschiedlichen Architekturen und werden stärker mit technischen oder Marketing-oder Socialdaten gefüttert. Bei bestimmten Modellen werden Inhalte stärker gefiltert oder zensiert als bei anderen, manche Modelle lassen bewusst Raum für Interpretationen.

 

Die Realität besteht aber aus oft komplexen strategischen oder analytischen Entscheidungen, für die es eben nicht die eine richtige Antwort gibt.
Um daher bestmöglichen Output zu erhalten, ist es ratsam, mehrere (2-3) KI Modelle parallel zu befragen. Somit erzielt man bessere Gesamtergebnisse, da zum einen Fehler schneller auffallen und verschiedene Meinungen oder Vorgehensweisen, die den Menschen „zum um die Ecke denken“ anregen können, ausgegeben werden.

 

Zum einen ist festzuhalten, dass unterschiedlich KI Tools unterschiedliche Kernkompetenzen haben und unterschiedliche KIs für unterschiedliche Anforderungen oder Aufgaben genutzt werden sollten.

 

Eines soll an dieser Stelle explizit erwähnt werden: KI ersetzt keinesfalls den Menschen zu 100%. Der Mitarbeiter sollte weiterhin KI generierte Inhalte kritisch prüfen und hinterfragen, da auch KI Tools oftmals zum Halluzinieren neigen. 

 

Bei der täglichen Benutzung von KI-Tools ist von Mitarbeitern darauf zu achten, dass insbesondere in US-Clouddienste keine personenbezogenen Daten und Geschäftsgeheimnisses eingegeben werden sollten, da viele Modelle einfach einen Black-Box-Charakter aufweisen. Dies bedeutet, dass hier keine oder fehlende Transparenz über die Verarbeitung und Nutzung der eingegeben Daten herrscht, Zweckbindung und Löschmöglichkeit fehlt hier oft vollständig.

 


Alternativ können Modelle ohne Drittlandtransfer, ohne Trainingsdatennutzung, und Modelle, die transparent und DSGVO-konform über die Verarbeitung personenbezogener Daten informieren. Idel sind auf On-Premise Modelle, welche auf selbst gehosteten virtuellen Servern betrieben werden.

Mehrere KI-Modelle parallel zu nutzen fördert fundierte und kritische Entscheidungen..

Fazit: KI ist in vielen Bereichen des täglichen Arbeitens heutzutage nicht mehr wegzudenken. Dabei ist die lare Empfehlung: Nutzen Sie mehrere Modelle, um Fehlentscheidungen oder verzerrte Meinungen zu vermeiden und verwertbare Ergebnisse zu erzielen. Mitarbeiter sollten regelmäßig im Umgang mit KI-Tools geschult werden, um zu verhindern, dass personenbezogene Daten an nicht autorisierte Dritte übermittelt werden, was zu Bußgeldern und Complianceverstößen führen kann. 

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